Gedanken zur Sonntagslesung aus dem Buch der Offenbarung (Kapitel 1,9-19) von Sr. Ruth Pucher

Johannes stellt sich den Lesern und Leserinnen zu Beginn seines Buches vor und solidarisiert sich zugleich mit ihnen. Wie sie lebt er in einer verworrenen Zeit und leidet als Mitglied der jungen Kirche unter den Verfolgungen im Römischen Kaiserreich. Viele Christinnen und Christen gegen Ende des 1. Jh. waren verunsichert, ob sie mit ihrem Glauben noch richtig lägen. Jesus hatte doch gesagt: „Habt Mut, ich habe die Welt besiegt.“ (Joh 16,33) Und nun waren sie in so großen Nöten. Wie sollten sie sich verhalten?
Was Johannes auf der Insel Patmos geschaut hat, bringt Licht und Hoffnung in ihr Leben zurück. Er malt mit Worten eine Gestalt, die sie aufzurichten vermag. Die Worte, die er wählt, werden ihnen bekannt vorgekommen sein. Doch sie übertreffen alles bislang Gehörte an Strahlkraft und Glanz. Es besteht für sie kein Zweifel mehr daran, dass es Jesus Christus selbst ist, der aus der Ewigkeit in ihre Gegenwart hinein gesprochen hat.
„Fürchte dich nicht! Ich bin der Erste und der Letzte und der Lebendige.“ Es ist die Botschaft des auferstandenen Christus, den wir an Ostern feiern.
Gerade wenn ich umherirre, den Überblick vermisse und weder ein noch aus weiß, darf ich darauf vertrauen, dass Gott mit mir ist:

Gott, du bist das Licht am Ende des Tunnels und die Leuchte auf meinem Weg.

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