Motivation

Wir (…) wollten euch nicht nur am Evangelium Gottes teilhaben lassen, sondern auch an unserem eigenen Leben. (1 Thess 2,8)

Mein Leben ist wesentlich davon geprägt worden, von klein auf Farben, Papier, Klebstoff und Werkzeug von hoher Qualität zur Verfügung gehabt zu haben, um – wann immer ich wollte – zu malen und zu basteln. Als Schulkind hatte ich über viele Jahre zusätzlich die Gelegenheit, bei der Bildhauerin Margot Wiener-Wendschuh mit Modellierton zu arbeiten. Hier wie dort waren selten Themen vorgegeben. So konnte ich meiner eigenen Entwicklung folgen und den Bildern meiner Phantasie Gestalt geben. Hilfestellung bekam ich nur in Bezug auf die Technik. Noch heute bin ich glücklich, wenn ich male oder irgendetwas baue.

Seit meinem Noviziat bei den Missionarinnen Christi (2002-04) trage ich die Idee in mir, später einmal Kindern einen ähnlichen Raum für ihre Entwicklung zur Verfügung zu stellen. Der Dokumentarfilm „Alphabet“ von Erwin Wagenhofer machte mich 2013 bekannt mit der Arbeitsweise von Arno Stern, der seit über 50 Jahren Kindern das „Malspiel“ ermöglicht.

Das Angebot

„Malen für alle“ schafft in den Räumen der Pfarre Rudolfsheim Bedingungen, unter denen es sich gut malen lässt. Gemalt wird an Stellwänden mit ungiftigen Wasserfarben auf Papier. Die entstehenden Bilder verbleiben vor Ort, um vor jeglicher Kritik geschützt zu werden. So wird mit der Zeit eine unabhängige, persönliche Entwicklung ermöglicht, die Zufriedenheit und Selbstvertrauen der Einzelnen fördert.

Es gibt keine Themenvorgaben, lediglich Hilfestellungen, wie Farben und Pinsel richtig zu handhaben sind. Eine Betreuerin oder ein Betreuer unterstützen aufmerksam die Arbeit der Malenden.

Zielgruppen

Das Angebot richtet sich nicht nur an Kinder und Jugendliche, sondern auch an reife Menschen, die Lust verspüren zu malen.

Zeiten

Montag Nachmittag steht während der Schulzeit für das Malen zur Verfügung: 15 – 16.30 Uhr. Um diese Regelmäßigkeit aufrecht zu erhalten, wird ein Team von Betreuer/innen gebildet.

Finanzierung

Die Arbeitszeit von Sr. Ruth Pucher stellen die Missionarinnen Christi kostenfrei zur Verfügung. Andere Betreuungspersonen (z.B. Studierende) müssen bezahlt werden (30 Euro pro Halbtag). Dafür wird ein Unkostenbeitrag von 2 Euro pro Person und Nachmittag erhoben. Für die Finanzierung von Farben und Papier werden Sponsor/innen gesucht.